Für die aus dem November 1911 stammenden Entwürfe der Pfarrkirche in Massenbach hatte Martin Elsaesser Wünsche der örtlichen Patronatsherrschaft zu berücksichtigen. Deren Familiengruft und die Sakristei des Vorgängerbaus, der 1912 abgerissen wurde, sollten beibehalten werden; dazu waren 20 Grabplatten, Epithaphien und eine gesonderte „Freiherrliche Loge“ in den Neubau zu integrieren. Die Saalkirche hat im Norden eine spitzbogig überwölbte, rechteckige Chornische. Gegenüber liegt die Empore. Der östliche, seitlich versetzte Turm dient im Erdgeschoss als Vorhalle, die man durch ein romanisierendes Tympanonportal betritt.

Massenbach innenInnenansicht ©E. Spitzbart

 

Im Außenbau offenbaren sich alle Anbauten mit einem bewegten Bild verschiedener Dachformen.Der Gemeinderaum selber trägt ein spitzes Satteldach. Anspielungen an die mittelalterliche Architektur wurden in freien Formen nachempfunden. Das erhöht liegende Gebäude wird über eine Treppenanlage erreicht, an deren letztem Abschnitt eine Christopherus-Figur des Bildhauers Christian Scheufele steht. Am 16. Juli 1913 konnte die Georgskirche eingeweiht werden, die sich durch eine reich gestaltete Inneneinrichtung auszeichnete. Die kassettierte Tannenholzdecke ist mit ornamentalen Malereien des Malers Eduard Pfennig geschmückt. Das Chorfenster wurde nach Entwürfen von Heinrich Gref gestaltet. Doch nicht alle Teile des ursprünglich imposanten Skulpturenschmucks sind erhalten. Sie fielen offenbar der Renovierung von 1963 zum Opfer.

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