Im Jahre 1908 wurde Martin Elsaesser – sein Vater war der Dekan Karl August Elsaesser – mit ersten Entwürfen für den Bau eines evangelischen Gotteshauses in Tübingen betraut. Unter großem Druck zur Sparsamkeit wurde die Vorstadtkirche als Betsaal errichtet. Ohne Turm, nur durch Fensterbahnen und den Giebel der Eingangshalle gegliedert, erinnert der schlicht gehaltene Backsteinrohbau eher an ein norddeutsches Zweckgebäude, was ihm auch die Bezeichnung „Seelenturnhalle“ einbrachte. Am 26. Februar 1911 wurde die Kirche eingeweiht; Elsaesser hatte trotz der eingeschränkten Mittel einen künstlerisch gestalteten Innenraum ermöglicht.

Eberhardskriche Tübingen

1966/67 kam es zu baulichen Veränderungen, mit denen der ursprüngliche Eindruck sowohl in der Außen- als auch in der Innenarchitektur stark beeinträchtigt wurde. Ein Kirchturm wurde angefügt, die Chorfenster zugemauert, der Chorbogen eingerissen und das darüber befindliche Wandgemälde von Käte Schaller-Härlin zum Altarbild umfunktioniert. Insbesondere die damals neu gestalteten Kirchenfenster stehen nicht erst seit dem 2011 begangenen Jubiläum zur Disposition.

Eberhardskirche Tübingen

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