Die durch Industrieansiedlung seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gewachsene Gemeinde Kirchheim/Teck suchte 1906 für die Errichtung einer evangelischen Vorstadtkirche Hilfe bei Martin Elsaesser. Als baukünstlerischer Berater des Christlichen Kunstvereins zog er die künstlerischen Konsequenzen aus den begrenzten Mitteln und entwarf 1908 einen eher „unkirchlich“ schlichten Betsaal, der sich dem protestantischen Anliegen verschrieb, die Gemeinde zum gemeinsamen Gebet zu versammeln. Dennoch entbehrte der Entwurf nicht raumgestaltender Mittel, sodass er nach anfänglichen Bedenken als Backsteinrohbau mit Dachreiter anstatt Kirchturm innerhalb eines Jahres ausgeführt wurde. Am 5. Dezember 1909 fand die Einweihung statt. In den 1950er Jahren wurde der Bau verändert und die drei Fenster der Apsis zugemauert. Erst 1953 erhielt der Betsaal den Namen Christuskirche. Der zum 100. Geburtstag vorgelegte Sanierungsentwurf vom Büro KLE Architekten plädiert im Rahmen einer behutsamen Modernisierung für die Wiederherstellung der Fenster.

 

Kirchheim Teck innen swKirchheim Innenraum


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