Wie bei einigen anderen Kirchen ist auch dem Neubau der Oberndorfer Stadtpfarrkirche eine Beratertätigkeit Martin Elsaessers vorausgegangen.1914 entstanden seine Entwürfe für ein als Stadtkrone konzipiertes Gotteshaus, dessen Lage am steilen Hang eine architektonische Herausforderung darstellte, aber bis heute den Kirchenbesuchern den Zugang erschwert. Die streng klassizistisch-archaisch aufgefasste Außengestaltung wird durch das hohe Satteldach und aus weißen Putzflächen geschnittene, schmale Seitenfenster geprägt. Ein grauer Sockelbereich aus unverputzten Zementflächen erweitert sich an den Längsseiten zu Fenstergerüsten aus vertikalen, scharrierten Eisenbetonstreben und auf der Talseite zu einer Außenloggia. Das Motiv findet in den durch kannelierte Rundsäulen geöffneten Arkaden des dreischiffigen Kirchenraums eine Entsprechung. An den beiden Schmalseiten des Langhauses sind Emporen angebracht. Das Kirchenfenster hinter dem Altarbereich bekam einen Schmuck mit Glasmalereien von Käthe Schaller-Härlin. Am 15. Oktober 1915 wurde der Grundstein gelegt und am 10. Dezember 1916 konnte das Gebäude eingeweiht werden. 2002-2008 wurde die Kirche außen und innen renoviert. Das äußere Erscheinungsbild wird auf der Talseite durch einen vorgebauten Fahrstuhl beeinträchtigt.

 

Oberndorf innenInnenraum 2012 ©Jörg Schilling

 

 

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